
Auszubildende ab zweiten Lehrjahr arbeiten für drei bis fünf Wochen in einem Betrieb in Spanien. Organisatorisch und finanziell wird dies unterstützt von der Deutschen Handwerkskammer und mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales über die Pattform "Let`s Go".
Zur Zeit ist Fiseurlehrling Lisa Marie Wicke seit dem 01. Februar 2010 in Benalmádena, um hier ein Auslandspraktikum von fünf Wochen zu absolvieren. Sie arbeitet in meinem Friseursalon im Riu Hotel Puerto Marina und im Headline von Silvia Amatruda in Arroyo de la Miel. Die Azubis nehmen an einem Mobilitätsprogramm der Handwerkskammer teil, welches von Geldern des Sozialfonds der Europäischen Union unterstützt wird. Heutzutage ist es immer ein Vorteil, in anderen Betrieben und in anderen Ländern gearbeitet zu haben. Es besteht auch die Möglichkeit eines drei- bis sechsmonatigen Auslandspraktikums, wenn sie erstmal Gesellen sind.

Ich habe mich als erstes an der Costa del Sol um das Thema Auslandspraktika für Deutsche Azubis gekümmert. Jetzt bin ich Ansprechpartnerin für Betriebe, die Deutsche Azubis als Auslandspraktikanten für drei Wochen aufnehmen möchten. Ich hoffe, dass sich noch mehr Betriebe an der Costa del Sol dafür zur Verfügung stellen, ob dies nun eine Bäckerei, eine Tischlerei oder sonst ein Handwerksbetrieb ist. Ich baue somit ein Netzwerk dafür auf, um anderen Auszubildenen die Chance zu geben, mal über den "Tellerrand" zu schauen. Spanien ist ein noch relativ junges Mitglied in dieser Initiative. Die Praktikantinnen sollen nicht nur die Arbeit in den Friseursalons kennenlernen, sondern auch ein bisschen die Sprache, die Kultur und die Gegend. Dafür haben wir privat Sprachunterricht organisiert und machen Ausflüge nach Málaga und Gibraltar. Einmal in der Woche ist auch ein Seminar, spezifische Themen des Friseurhandwerks, die theoretisch angegangen werden. Insgesamt eine runde Sache für alle Beteiligten. Wir haben für einige Wochen frischen Wind in den Salons, die Azubis sind begeistert über ihren Aufenthalt in Benalmádena und die Unterstützung, die von ofizieller Seite dafür geleistet wurde, ist mit Sicherheit ebenfalls gut angelegt.
Eine unterstützenswerte Initiative, die uns Europa wieder einmal ein bisschen mehr in den Alltag integrieren lässt. In Spanien dauert die Friseurausbildung nur zwei Jahre und ist weniger Praktisch ausgerichtet. Das Lernen in der Praxis ist nicht in die Ausbildung eingewebt wie in der dreijährigen Deutschen Ausbildung. All dies ist Teil des gegenseitigen Kennenlernens zweier Nationen Europas. Auslandpraktika helfen dabei.
Informationen: Frau Cornelia Jäger, Friseursalon im Riu Hotel Puerto Marina in Benalmádena, wo sie unter 952 961 696 erreichbar ist (durchstellen lassen). Sie ist auch unter 600 820 253 oder unter 952 051 054 zu erreichen. Ihre e-mail ist info@praktikuminspanien.de, Internet: www.praktikuminspanien.de Deutsche Azubis, die Interesse an einem Auslandspraktikum haben, können sich auf der Webpage www.letsgoazubi.de informieren oder in der Handwerkskammer, der Innung oder der Berufsfachschule nach dem nächsten Mobilitätsberater der Handwerkskammer fragen.